Blogs für Autoren oder Muse auf Mausklick

Blogs für Autoren oder Muse auf Mausklick

Warum sich die Arbeit an einem Blog für Schriftsteller und Autoren lohnt und Nischenthemen dabei besonders vielversprechend sind. Vom Blog als Medium, um Nischenprodukte auf dem Buchmarkt zu positionieren.

Aufgrund des erfolgreichen Handels mit Büchern im Internet und des Aufstiegs der digitalen Buchproduktion wurde das Netz in den vergangenen Jahren auch zu einem Ort der Bücher und ein wenig auch zum Ort literarischer Produktion. Wirtschaftliche Gründe dafür sind nicht zuletzt Internetriesen wie Amazon, Google und Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Twitter mit ihrer schier unendlichen Gier nach immer neuen Inhalten.

Mit der Verbreitung von Blogs und E-Books steigen die Möglichkeiten, Texte zu publizieren. Wer heute schreiben und veröffentlichen will, dem stehen viele Wege offen. Um damit Erfolg zu haben, sind jedoch Geduld und Ausdauer notwendig. Die Schnelllebigkeit des Mediums erzeugt neue Möglichkeiten der Verbreitung, sie reduziert aber auch die Aufmerksamkeitsspanne des Publikums.

Mehr Chancen, dafür weniger Geld

Autoren, Journalisten und Schriftsteller, die vor 20 oder 25 Jahren bei Buch- oder Zeitungsverlagen Texte veröffentlichen wollten, erinnern sich vielleicht noch an das so genannte „Klinkenputzen“, das häufig damit verbunden war. Jene, die damals beruflich fest im Sattel saßen, erfolgreich in Zeitungsredaktionen arbeiteten oder mit Projekten bei großen Buchverlagen untergekommen waren, blicken vermutlich mit mehr Wohlwollen auf diese Zeit zurück. Die Chancen zu veröffentlichen waren damals zwar geringer, die Möglichkeiten mit dem Geschriebenen Geld zu verdienen, dafür weitaus größer.
Das Internet hat die traditionelle Verlagslandschaft nachhaltig verändert. Bei all den krisenhaften Erscheinungen, in die die Buchbranche und viele Zeitungsverlage geschlittert sind, bleibt ein Wermutstropfen: Wer heute ernsthaft schreiben will (egal ob journalistisch, als Autor von Sachbüchern oder Romanen), dem stehen mehr Türen offen.

Blogs für Autoren und elektronische Bücher

Blogs stellen eine einfache und nachhaltige Weise dar, um zu publizieren. Am erfolgversprechendsten ist ein Blog, verbunden mit einer Website. Sehen Sie die Website als Visitenkarten, den Blog als Work in Progress.

Ein paar Gedanken zum professionellen Bloggen

● Achten Sie auf eine technisch und grafisch einwandfreie Gestaltung: Ich spreche nicht von aufwendigen WordPress-Themes. Wichtig ist, dass man ein passendes Theme findet und dieses optimal an die eigenen Bedürfnisse anpasst.
● Schreiben Sie regelmäßig und fundiert. Recherche ist übrigens kein Nachteil.
Copy and Paste ist ein absolutes No-Go.
● Zur Frequenz: Am besten Sie schreiben ein Mal pro Woche oder zumindest zwei Mal im Monat. Kontinuität ist wichtiger als eine kurzfristig hohe Frequenz.
● Wenn Sie sich inhaltlich mit einem Thema auf dem Markt positionieren wollen, sollte sich dieses Thema wie ein roter Faden durch Ihr Blog ziehen.
Nischenthemen lassen sich in Blogs gut positionieren. Es ist besser, ein interessantes Thema tiefschürfend zu behandeln, als das Blog mit Allerweltsthemen zuzupflastern.
● Rechtschreibfehler und falsche Zeichensetzung hinterlassen einen schlechten Eindruck, genauso Dead Links und technische Pannen aller Art.
● Achten Sie auf die Qualität des Bildmaterials und die jeweiligen Urheberrechte.
● Nutzen Sie die Möglichkeit, Bildende Kunst, Musik, Film und Literatur multimedial einzubinden. Als Kinofan oder Filmfreak können Sie beispielsweise Filmausschnitte auf Youtube in Ihr Blog einbinden. Prüfen Sie zuvor aber die Lizenz. Für Youtube ist beispielsweise eine Standard-YouTube-Lizenz notwendig.

Mein ganz persönlicher Tipp zum Schluss: Schreiben Sie nicht zu viel übers Schreiben. Blogs zum Thema creative writing gibt es bereits zur Genüge. Schreiben Sie für Ihr Publikum, nicht für Ihre Kollegen.