Drei gängige Irrtümer über das Texten im Internet

Drei gängige Irrtümer über das Texten im Internet

Irrtum Nummer 1: „Das liest eh keiner …“
Immer noch höre ich öfters von Kunden, dass Besucher einer Website die Texte ohnedies nicht lesen würden. Tatsächlich handelt es sich um ein großes Missverständnis anzunehmen, Kunden würden den gesamten Text einer Website lesen. Meist sind es einzelne Themen oder Produkte die Kunden besonders interessieren. Wichtig ist es also, den Kunden gedanklich dort abzuholen, wo er sich gerade befindet. Wenn ein potenzieller Kunde einen Suchbegriff in Google eingibt und dann auf Ihre Website stößt, sollte er nicht gleich wieder wegklicken, sondern dort Informationen finden, die er für so wichtig und/oder interessant erachtet, dass er ihre Produkte oder Dienstleistungen in Anspruch nimmt und/oder sie weiterempfiehlt, indem er den Link in sozialen Netzwerken (Social Media) wie Facebook oder Twitter teilt.

Irrtum Nummer 2: „Texte im Internet müssen kurz sein …“
Es stimmt zwar, dass im Internet Texte anders gelesen werden als auf Papier (das menschliche Auge scannt am Bildschirm eher), doch der User sucht oft gezielt nach detaillierten Informationen, die ihn im Moment interessieren. Texte dürfen deshalb auch gern etwas länger sein. Die Menschen sind es mittlerweile gewohnt, auch ausführliche Texte auf dem Bildschirm zu lesen. Gerade längere Texte machen eine Website oft attraktiv. Sowohl Google als auch die User gehen davon aus, dass, wer etwas zu sagen hat, sich auch die Mühe macht, dies ausführlich zu tun. Für die Inhaber von Webseiten, die im Hinblick auf Dienstleistungen und Produkte, in Google hochgereiht sein wollen oder müssen, bedeutet dies, dass sie sich inhaltlich klar positionieren und was Qualität und Quantität der Texte betrifft, nicht sparen sollten.

Irrtum Nummer 3: „Texten kann jeder …“
Es lohnt sich in hochwertigen Inhalt/Content zu investieren, denn egal ob Dienstleistung oder Produkt – die Menschen wollen informiert werden! Als ich im Jahre 2002 mit meiner Ausbildung im Bereich Online-Publishing begann, steckte das Internet in den Kinderschuhen. Flash-Seiten waren damals schwer in Mode. Da und dort hörte man sogar, Flash würde HTML (Hyper Text Markup Language) ablösen. Das ist natürlich nicht geschehen. Stattdessen wuchs das Web 1.0 rasch aus seinen Kinderschuhen und Web 2.0 schuf neue Maßstäbe. Als Redakteurin und Autorin habe ich stets viel Wert auf hochwertige Inhalte gelegt. Bald wurde Google groß und damit brach die Zeit von SEO (search engine optimization) als neues Aufgabengebiet für Webdesigner, Texter und Redakteure an. In den ersten Jahren begnügten sich diese oft mit der Aufzählung von Keywords im HTML-Code, um Seiten in Google zu pushen.
Heute werden versteckte Keywords von Google ignoriert. Außerdem hat die Flut an Veröffentlichungen derart zugenommen, dass auch in der virtuellen Welt der Kampf um die vorderen Ränge sehr hart geworden ist. So verwundert es nicht, dass selbst Redakteure großer Online-Medien Headlines im Hinblick auf ihre SEO-Tauglichkeit gestalten.