Seriöse SEO-Angebote versus keyword-stuffing

Google-Vorschau als Werbeanzeige

Google-Vorschau als Werbeanzeige

Sie haben es bestimmt auch schon erlebt. Im Spam-Ordner meiner Mail-Box landen beinahe täglich Mails, in denen mir diverse Web- und SEO-Agenturen eine hohe Google-Reihung versprechen, wenn ich ihre Dienste in Anspruch nehme. Da ich mich seit mehr als zehn Jahren mit Suchmaschinenoptimierung befasse, packt mich da manchmal die Neugierde: Wie arbeiten Firmen, die eben solchen Spam versenden. Konkret verspricht eine Agentur, durch eine Überarbeitung des Quellcodes meiner Seite (ohne Veränderung sichtbarer Inhalte) meine Seite in Google auf die ersten top 10 Plätze der für mich relevanten Suchbegriffe zu hieven. Dafür verlangt die Firma eine einmalige, überschaubare Summe (keine versteckten Kosten oder Abos, wie versprochen wird). Für den Laien scheint das Angebot verlockend. Der Profi ahnt allerdings, dass es sich um kein seriöses Angebot handeln kann. Denn eine Manipulation des Quellcodes, „keyword stuffing“, wird von Google, wie übrigens auch von Amazon, negativ bewertet und kann im schlimmsten Fall zum Ausschluss aus dem Index führen. Auch die Verlinkung mit unseriösen Seiten bringt unter Umständen mehr Schaden als Nutzen, Stichwort „bad neighbourhood“. Außerdem stellt die Manipulation des Quellcodes durch Fremde ein potentielles Sicherheitsrisiko dar.

Suchmaschinen gehen mittlerweile harsch gegen jede Form der Manipulation vor. Unseriöse SEO schadet Google, da es unter Umständen falsche oder wenig relevante Suchergebnisse liefert und deshalb geschäftsschädigend für Google ist.  Umso wichtiger ist es, einige einfache SEO-Richtlinien zu kennen und beim Gestalten von Websites zu beachten. Sowohl Meta-Beschreibung (Meta-Description) als auch Titel sollten mit Bedacht gewählt werden, denn, ähnlich einer Werbeanzeige, tauchen sie in der Google-Vorschau auf und entscheiden darüber, ob der User sich für einen Inhalt interessiert oder nicht. Dieser Hinweis scheint trivial, ein Blick auf die Ergebnislisten von Google zeigt jedoch, dass diese einfache Richtlinie immer noch von vielen Webmastern missachtet wird.

Hochwertige Inhalte versus keyword-stuffing

Die besten SEO-Maßnahmen bleiben hochwertige, gut strukturierte Texte und Inhalte (Stichwort Content-Marketing). Titel und Meta-Description sollten – ähnlich einer Headline in einer Zeitung oder einer Werbeanzeige – aussagekräftig gestaltet werden. Grafiken und Fotos ebenfalls aussagekräftig benannt werden. Dasselbe gilt für Bildunterschriften und den so genannten Alt-Text. So steht einer auch langfristig erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung nichts mehr im Wege.